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Wer bin ich? Wie zu sehen, bin nicht mehr der jüngste. Um genau zu sein, habe ich am 20.02.1960 im Bethanien Krankenhaus in Iserlohn das Licht der Welt erblickt. Hier verlebte ich auch meine Kindheits- und Jugendzeit. Nach dem vollenden von 9 Pflichtschuljahren, zuletzt war ich vier Jahre auf der Hauptschule "Im Wiesengrund" waren einige Lehrer der Ansicht, das es besser sei, wenn ich die Schule verlasse und ins Berufsleben eingeführt werde. Bloß für wen war es besser? Nach einem Jahr suchen, fing ich bei der Firma P.W. Lenzen eine Anlehre als Kaltwalzer an. Sechs Jahre und sechs Monate verdiente ich meine Knete nun im Stahlwerk. Unterbrochen wurde diese erste "kreative" Phase nur durch meinen Gammeldienst beim damals größten Abenteuerkindergarten für heranwachsenden pubertierende Jungmänner, auch Bundeswehr genannt. In der Zeit von 1982 bis 1988 übte ich mich dann in der Kunst des Überlebens. D.H.: Ich versuchte meine Arbeitskraft dem Arbeitsmarkt anzubieten. Dies gelang erst, nachdem ich zwei Ausbildungen zum Dipl. Sozial Referent / Organisations Sekretär am kath.Sozialen-Institut in Bad Honneff und dann als Industriekaufmann ausgebildet wurde. In dieser Zeit fiel auch meine Bekehrung zu Jesus Christus: Im Mai 1983 hörte ich den Ruf Jesu besonders laut und ließ mich auf einen bis heute andauernden und sehr spannenden Trip mit Jesus ein. Am 01.09.88 begann ich meine kurze aber folgenreiche Tätigkeit als professioneller Menschrechtsschützer bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in Frankfurt. Als ich erkannte, das diese Organisation, ähnlich wie alle gleichen Organisationen, zwar überall in der Welt Menschenrechte einforderte, aber an Ihrer eigenen Bürotür aufhört, begann ich mit ein paar Kollegen an zu rebellieren. Wie sich heute herausstellt, zur rechten Zeit. Denn: Im Rahmen der kurzen Arbeitszeit lernt ich im Dezember 1988 Rumänien kennen. Nur ein Hilfstransport, ein kleiner noch dazu, und es war geschehen. Damals wusste ich auch noch nicht, was diese Reise für mich bedeutete. Ich haderte mit Gott. Doch er ließ mich nicht los. Ich musste nach Rumänien fahren. Am 01.05.89 fing dann meine Laufbahn bei der damaligen Firma Jürgen Wellnitz an. Schrott, Abbruch, Erdbau, Müll; das war für die nächsten fast vier Jahre mein Leben. Hart aber erbarmungslos lernte ich nun das kaufmännische Einmaleins (Mich würde mal interessieren, ob die Firmentankstelle nun endlich genehmigt ist). Seit dem Dezember 1990 fuhr ich auch wieder Hilfstransporte nach Rumänien. Jeder freier Urlaubstag war Rumänien gewidmet. Auf der Hinfahrt schwor man sich: Nie wieder Hilfstransport. Der nächste Urlaub wird in der Schweiz verlebt. Auf der Rückfahrt wurde dann der neue Termin des nächsten Hilfstransport festgelegt. Wo bekommt man sonst noch, so viel, so guten Schnaps. Am 21.04.93 war dann wieder so ein Meilenstein erreicht: Ich zog nach Rumänien. Die Unternehmerfamilie Flörke aus meiner Gemeinde hatte mich gefragt, ob man nicht einen Betrieb in Rumänien aufziehen kann. Ich antwortete: Warum nicht? Und nach einer einwöchigen Informationstour im Februar 1993 stand fest: Ich breche meine Zelte in Deutschland ab. Es folgten anstrengende, schöne und interessante Jahre. Ich durfte endlich das machen, wo von ich jahrelang geträumt habe: In einem sich im Aufbau und Aufbruch befindlichen Land mitwirken und –arbeiten. Heute bin ich Geschäftsführer von zwei Firmen und "Patron" von 90 Mitarbeitern.
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