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Rumänien nach der Revolution Als am 21.12.89 die Revolution in Rumänien ausbrach, war dieses Land eines der ärmsten Länder Europas. Geschändet von einem der unmenschlichsten kommunistischen Diktatoren den es in dem damaligen Warschauer Pakt gab, war die Bevölkerung total verarmt. Um seine größenwahnsinnigen Pläne zu realisieren, nahm der Diktator Ceaucescu in den ´70 Jahren Kredite auf und zahlte diese, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse und das Leiden der Bevölkerung zu nehmen, in den ´80 er wieder zurück. Dies hatte zur Folge, das die Bevölkerung dieses einstmals sehr reichen Landes, nicht einmal mehr wußten wie Orangen und Bananen aussahen. Nach der Revolution kam ich 1990 erstmals wieder in dieses geschundene Land. Geprägte werden meine Erinnerungen aus dieser Zeit von armen Menschen, die sich aber von einem enormen Stolz geprägt waren. Das Land das einstmals ein Schmelztiegel der verschiedenen Nationalitäten war (heute gibt es 22 anerkannte nationale Minderheiten), mußte nach der Revolution den Exodus einer ihrer stärksten Minderheit hinnehmen. Innerhalb von einem Jahr wanderten ungefähr zweihunderttausend Rumänen deutscher Nationalität nach Deutschland aus. Zurückblieben vielfach alte und schwache Menschen. Ein Land, in dem es bis heute noch üblich ist, daß die Anverwandten sich um die in not geratenen Familienmitglieder kümmern, hatte zusätzlich zu den schon existierenden immensen Problemen, ein weiteres großes Problem: Die Versorgung der zurückgebliebenen alten Deutschen. Zwar bekommen sie auch, wie alle anderen, ihre Rente; jedoch wer versorgt sie, wenn sie sich nicht mehr selbst helfen können. Schnell entstand unter der Obhut der deutschsprechenden Gemeinden der Evgl. und Kath. Kirchen, ein Netz von Gemeindeschwestern, die sich um die in Notgeratenen in den Dörfern und Städten kümmern. Doch konnten diese nur für die sanitäre Versorgung der Pflegebedürftigen kümmern. Das Alten- und Pflegeheim "Dr.-Carl-Wolf", das mit Mitteln des BMI aus Deutschland in Sibiu/Hermannstadt entstand, kann auch nur einen Bruchteil der in Not geratenen aufnehmen. Zumal viele der Alten sich schon geweigert haben, mit nach Deutschland zu kommen, um dort bleiben zu können, wo sie ihre Wurzeln haben. Und jetzt wollen sie selbstverständlich auch nicht in das, für sie, entfernte Hermannstadt ziehen. Die Lösung schien man im "Essen auf Rädern" zu finden. In mehreren Städten Siebenbürgens entstanden, ebenfalls mit Förderung aus Deutschland und Österreich, Küchen zum Bekochen von Hilfsbedürftigen. Diese Küchen erhielten vielfach vom BMI eine Anschubfinanzierung und müssen nun heute sehen, das sie sich aus eigenen Mitteln finanzieren. Als eines der Projekte möchte ich hier den "Diakonieverein Petersdorf" vorstellen
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